Handy-Museum
06.12.2010 | von Die Tarifexperten | Kategorie: HandyWie viele alte Handys stauben in Ihren heimischen Schubladen vor sich hin? Laut einer repräsentativen Umfrage hat jeder Bundesbürger mindestens ein ausrangiertes Handy zu Hause herumliegen. Natürlich mit der felsenfesten Absicht, es entweder irgendwann wieder in Betrieb zu nehmen, oder es als Zweit- bzw. Ersatzgerät aufzuhaben, wenn mal Not am Mann oder eben Handy ist.
Hand aufs Herz: es passiert nur äußerst selten, dass ein altes Handy wieder in Betrieb genommen wird. Dafür gibt es mehrere, überaus triftige Gründe:
1. Man hat das Gerät nicht ohne Grund ausrangiert. Es gefiel nicht mehr, war veraltet, oder in irgendeiner Weise defekt. Wäre dem nicht so gewesen und Sie entsprechend zufrieden mit dem Handy, hätten Sie es nicht durch ein neues ersetzt.
Womit wir bei Punkt zwei wären:
2. Sie haben ein neues Mobiltelefon in Gebrauch. Neue Mobiltelefone sind meistens moderner als ihre mehrere Jahre alten Vorgänger. Entsprechend wird Ihnen das ausgemusterte Gerät veraltet vorkommen, sollten Sie es wieder verwenden. Wir lassen uns eben doch zu schnell verwöhnen – gerade wenn es um Technik geht.
Aber ich will ja gar nicht so sein. Natürlich ist es sinnvoll ein Zweitgerät für Notfälle und schlechte Zeiten zur Hand zu haben. Funktionsfähige Handys sollten zunächst einmal aufgehoben werden. Doch bei vielen Verbrauchern bleibt es nicht bei diesem einen Gerät. Es soll Leute geben, die inzwischen schon rund ein Dutzend Handys lagern. Natürlich mit der felsenfesten Absicht, es entweder irgendwann wieder in Betrieb zu nehmen. Ganz klar! Dennoch: Wenn Schätzungen ergeben, dass Verbraucher rund 72 Millionen Alt-Handys zu Hause horten, dann kann man nicht mehr mit “Ersatzgerät” und “schlechten Zeiten” argumentieren.
Bevor man nun also ein privates Handy-Museum eröffnet, sollte man sich ein paar Gedanken über alte Mobiltelefone machen. Zunächst sollte man nicht vergessen, dass die Geräte anderswo sinnvoll eingesetzt werden könnten. Außerdem enthalten Handys zahlreiche wertvolle Rohstoffe, die in die Wertstoffkreisläufe zurückgeführt werden können. Rund 80 Prozent der verwendeten Materialien in einem Mobiltelefon können wiederverwertet werden. Darunter sind auch wertvolle Metalle wie Gold, Silber, Kupfer und eine Reihe weiterer seltener Metalle. Die Mengen in jedem einzelnen Handy sind zwar gering, in Summe kann daraus aber ein erheblicher Beitrag zum schonenden Umgang mit knappen Ressourcen werden.
Entscheidet man sich nun aber für die Entsorgung der Altgeräte, gilt zu bedenken, dass ein Mobiltelefon nicht in den Hausmüll gehört. Für die Entsorgung des Handys gibt es mehrere Wege. Alle nachzulesen hier: http://www.handytarife.de/index.php?althandy
Und hey … Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man sein erstes eigenes Handy, welches vielleicht sogar noch eine Antenne hat, oder eine lustige bunte Schale, aus Nostalgiegründen behalten möchte. Ich habe auch noch irgendwo mein altes Handy mit der Erdbeer-Schiebe-Schale herumliegen und es würde mir im Traum nicht einfallen, es zu entsorgen. Mann war ich stolz auf das Ding. Aber ehrlich: Mehr als ein Zweitgerät braucht keiner. Also Leute – tut was Sinnvolles. Schließt das Museum.
