Die Klage des Apfels

Apple hat den Vertrieb des Android-Tablets Samsung Galaxy Tab 10.1 in Europa vom Düsseldorfer Landgericht durch eine einstweilige Verfügung stoppen lassen. Soweit so drastisch. Aber auch legitim?

Ich sage gar nicht, dass man sich als Firma nicht gerichtlich zur Wehr setzen sollte, wenn das eigene Produkt einfach kopiert und verkauft wird. Aber die Begründung muss stimmen. Der komplette Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung von Apple ist inzwischen im Netz aufgetaucht – und er beweist: Wer erfolgreich ist, neigt manchmal dazu, die Bodenhaftung zu verlieren. Man hebt ab. Huiiii….Und schon hat man die Erde hinter sich gelassen – und den gesunden Menschenverstand.

Wie sonst kann es sein, dass Apple den Plagiatsvorwurf gegenüber dem Samsung Tablet folgendermaßen rechtfertigt:

“Die Gesamterscheinung der zwei oben gezeigten Produkte ist fast identisch, weil das GalaxyTab 10.1 alle unterscheidungskräftigen Elemente der Ausstattung des iPad 2 kopiert:

(i) ein rechteckiges Produkt mit vier gleichmäßig gerundeten Ecken;
(ii) eine flache, klare Oberfläche, welche die Vorderseite des Produkts abdeckt;
(iii) die Ansicht einer metallischen Einfassung um die flache, klare Oberfläche;
(iv) ein Display, welches unter der klaren Oberfläche zentriert ist;

(v) unter der klaren Oberfläche befinden sich deutliche, neutrale gehaltene Begrenzungen auf allen
Seiten des Displays; und
(vi) wenn das Produkt eingeschaltet ist, farbige Icons innerhalb des Display”

Ich lasse das einfach mal so stehen…

Quelle: http://www.mobiflip.de/2011/08/kompletter-antrag-auf-erlass-einer-einstweiligen-verfuegung-von-apple-aufgetaucht-auch-klage-gegen-motorola-xoom-laeuft/

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