Kippen, Alk und Internet
08.08.2011 | von Die Tarifexperten | Kategorie: Internet
Raucher können einem schon leid tun. In Immer mehr öffentlichen Gebäuden ist es verboten zu rauchen. Also müssen die Raucher raus vor die Tür. Egal ob es regnet, friert oder schneit. Da ist man schon froh, keine Sucht zu haben, der man in regelmäßigen Abständen frönen muss. Haben wir ja nicht. Oder doch? Nein, nein, sagen wir … und können es nicht abwarten, unsere E-Mails abzurufen, Facebook und Twitter zu checken.
“Aber das ist doch nicht vergleichbar!” werden nun einige schreien.
Tja, eine Britische Studie der Universität Maryland sieht das etwas anders. Laut dieser ist die Internetnutzung bei manchen Leuten nämlich durchaus mit Suchtverhalten gleichzusetzen. Für die Untersuchung wurden 100 Personen 24 Stunden lang der Internetzugang gekappt.
Über die Hälfte der Befragten gaben an, dass die gezwungene Abstinenz vom Internet, sei es via Computer, Tablet oder Smartphone, dazu führte, sich unwohl und niedergeschlagen zu fühlen. Immerhin 40 % fühlten sich ohne Social Network einsam. Einige Teilnehmer verglichen ihr Befinden mit dem von Menschen, die einen Alkohol- oder Drogen Entzug durchmachten. Ein Mann meinte gar, sein eintägiges Offline-Dasein hätte sich für ihn angefühlt, als hätte man ihm die Hände amputiert.
Und ist es nicht in der Tat so, dass wir manchmal, im Gesellschaft das mehr als dringende Bedürfnis verspüren, auf unserem Smartphone nach unseren @Replies zu sehen, die Mails zu checken, oder mal eben zu schauen, wie viele Leute unseren letzten Facebook-Status geliked haben? Und ist dieses Bedürfnis ist wirklich stark. Also so stark, dass man ihm in der Regel nachgibt – und sei es, indem man sich mal eben auf’s Klo stiehlt, um online zu gehen.
Hand auf’s Herz? Schon gemacht? Bestimmt….
Aber hey, lieber Internet-, als Nikotin- oder Alkoholsüchtig.
Oder?
Bild: wandersmann / pixelio.de