Verglichen mit anderen Medien wie dem Telefon, Fernsehen oder Radio ist das Internet ein unglaublich junges Medium. Erst vor rund 15 Jahren wurde seine Nutzung für die Allgemeinheit freigegeben. Seitdem befindet sich das Internet auf einem nie da gewesenen Siegeszug und hat das Leben der meisten Menschen nachhaltig verändert. Schon lange ist es kein Spielzeug für Technik-Freaks mehr, sondern ein Medium, das uns tagtäglich begleitet, sowohl im Beruf als auch im Privatleben.
Vom Nischenprodukt zum Massenmedium
Diese Entwicklung war so lange nicht abzusehen. Noch vor 10 Jahren war das Internet eine mitunter mühselige Angelegenheit. Um es nutzen zu können, brauchte man ein Zusatzgerät, welches den Comupter mit dem Telefonnetz verband. Unter reichlich Lärm wählte sich das Modem beim Provider ein und blockierte derweil die Telefonleitung. Die ersten Internetseiten waren auch nicht sonderlich einladend. Wegen der langsamen Übertragungsgeschwindigkeiten der Modems wurde auf Bilder weitgehend verzichtet, den Nutzer erwartete vielmehr eine Textwüste, die stellenweise mit blinkenden Grafiken oder schrillen Tönen ausgeschmückt war.
Darüber hinaus war Surfen im Internet damals ein relativ teures Vergnügen: Zu den normalen Telefongebühren für die Einwahl mittels Modem kamen noch die Kosten für den Provider hinzu, der sich jede Minute der Nutzung entlohnen ließ. Wer pro Tag nur eine halbe Stunde online war, kam locker auf eine Rechnung von 50 Mark und mehr pro Monat. Zum Medium für die breite Masse wurde das Internet erst zu Beginn des Jahrtausends durch die Einführung einer neuen Technik.
Internetboom dank DSL
DSL ermöglichte erstmals einen Internetzugang mit Breitbandgeschwindigkeit. Nun ließen sich Seiten schnell laden, Dateien zügig versenden und Audio- und Videodokumente über das Web übertragen. Weiterer Vorteil: Durch eine Trennung von Internet- und Telefonsignalen blieb die Leitung für Anrufer frei. Auch bei den Online-Tarifen tat sich in dieser Zeit entscheidendes. Die früher übliche Abrechnung nach Zeit oder Datenvolumen wurde bei fast allen Anbieter durch eine Flatrate abgelöst. Diese ermöglicht unbegrenztes Surfen zum monatlichen Pauschalpreis.
Mittlerweile ist nicht einmal mehr ein Telefonanschluss Voraussetzung für schnelles Internet. Auch über das Fernsehkabel erhält man in Breitbandgeschwindigkeit Zugang zum World Wide Web. Steht weder diese Möglichkeit noch DSL zur Verfügung, stellt Internet per Satellit eine Alternative dar. Moderne Antennen können auch Signale ins All senden und sind damit völlig unabhängig vom Telefonnetz. Nicht zuletzt kann man auch über das Mobilfunknetz online gehen. Dank UMTS und seiner schnellen Ausbaustufe HSDPA geht das inzwischen genau so schnell wie bei einem DSL 6.000 Zugang.
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